Wie asozial sind die Vorschläge von Wolfgang Schäuble?

Wenn die Medien nicht lügen, dann hat Wolfgang Schäuble den Frauen in der CDU, die sich für ältere Mütter einsetzen, eine schallende Ohrfeige verpasst. Mütter, die Kinder vor 1992 in die Welt gesetzt haben kriegen weniger für die Rente als Mütter, deren Kinder nach 1992 geboren wurden. Daran will er nichts ändern, weil ausgerechnet dafür kein Geld da sein soll.

Das hielt ich schon für asozial. Aber das war ja erst der Anfang.

Wolfgang Schäuble und seine Beamten erhalten ihre Altersversorgung vom Staat geschenkt. Dafür ist die Altersversorgung i.d.R. auch höher als bei den Menschen, die in die Pflichtversicherung für die Rente einzahlen müssen. Logisch!

Und diese Clique hat sich jetzt was Neues ausgedacht. Obwohl immer mehr Menschen über 60 keine Arbeit haben, soll es ihnen noch schwerer gemacht werden, ab 63 mit Abschlägen in Rente zu gehen.

Statt 3,6 sollen 6,7 Prozent pro Jahr von der Rente abgezogen werden. Wer also bis 67 arbeiten muss und mit 63 gehen möchte, der kriegt 26,8 Prozent von seiner Rente abgezogen.

Und die Witwenrenten will er auch noch kürzen (aber nicht die von Beamtenfrauen, die drei Mal so viel erhalten wie Arbeitnehmer). Und das obwohl wissenschaftliche Untersuchungen schon heute vor den unsozialen Folgen dieser Massnahmen und Massenarmut warnen.

Hat Wolfgang Schäuble gerade eine neue Messlatte für Asozialität in unserer Demokratie definiert?

Er und seine Beamten, die selber von nichts betroffen sind, wollen offensichtlich die Zukunftsfähigkeit einer Gesellschaft zerstören, indem sie die Perspektive auf ein abgesichertes Leben im Alter nehmen.

Aber nur bei den kleinen Leuten, die ehrlich und anständig arbeiten gehen!

Die Steuer-CD Geschichte zeigt die andere Seite. Ein Schweizer Politiker hat ja, wenn ich das richtig in Erinnerung habe, darauf hingewiesen, dass es sehr interssant wäre, all die Namen von Beamten und Politikern in Deutschland zu veröffentlichen, die Schwarzgeld in der Schweiz haben. Ein Schelm, wer dabei an das Steuerabkommen denkt.

Man muss offenbar schlecht denken. Und dann erscheint auch die neue Regelung, dass die Bundeswehr auch im Inneren eingesetzt werden kann, in einem neuen Licht.

Wenn solche Vorschläge Wirklichkeit werden, dann ist nicht nur die Zukunft weg sondern auch die Hoffnung.

Und da wäre es in deren Logik folgerichtig, auch die Bundeswehr nutzen zu wollen. Statt Afghanistan dann von Aachen bis Aschaffenburg oder so ähnlich.

Historisch nähern wir uns der Problemlage der Weimarer Republik. Nur die öffentlichen Kassen sind noch nicht so zahlungsunfähig solange sie noch Schulden machen dürfen.

So hat es ein Mann geschafft, die Personifizierung des „neuen“ Deutschland zu werden – und der Spiegel hat es aufgedeckt.

Das war guter Journalismus!

 

 

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