Corona und die Rentenlüge: wir werden immer älter

Jetzt müßte es eigentlich dem letzten Denkenden klar sein.

Erst hat man argumentiert die Deutschen sterben aus und deshalb muß die Rente ab 67 kommen. Aktuell haben wir mehr Menschen in Deutschland als je zuvor.

Dann hat man argumentiert, weil wir immer älter werden muß der Renteneintritt später erfolgen.

Und nun?

Jetzt kommt der Coronavirus wie auf Bestellung und tötet Alte und Kranke. Wer es logisch böse zu Ende denkt, müßte im Umkehrschluß ja sagen, wenn jetzt so viele sterben, kann das Renteneintrittsalter auf 60 Jahre gesenkt werden. Damit begibt man sich aber auf die Argumentation der Renteneintrittsalteranheber. Denn eigentlich war die Rente mit 60 auch bisher schon möglich, wenn man erstens den Faktor Arbeit durch den Faktor Kapital ergänzt und zweitens endlich aus der Rentenversicherung die beitragsfremden Leistungen rausnimmt:

„,,,das hieße konkret, dass der Arbeitnehmer nicht nur einen Preissteigerungsausgleich bekommt, sondern halt auch von dem Produktivitätswachstum seinen Anteil ausbezahlt bekommt. Dann sieht das über die Zahlungen die Rentenversicherung sofort und die Rentenversicherung wächst in ihrem Volumen und kann auch mehr Alte ernähren. Ich habe da einfach nur mal eine kleine Modulationsrechnung mit ein Prozent Produktivitätswachstum gemacht für die nächsten 30 und 50 Jahre und bin zu dem Ergebnis gekommen, dass das deutlich mehr Wachstum ist, als die Alterung verlangt.“

Eine gute Info zu den 7 Renten-Mythen gibt es hier.

Aber die Herrschenden und die Regierenden schichten immer noch in die andere Richtung um.

Und in den USA fordern einige Politiker nun die Älteren um die 70 auf für ihre Enkel zu sterben, weil die Wirtschaft laufen müsse auch wenn die Menschen sterben. Da darf man gespannt sein, welcher Wirtschaftsliberale hier als Erster zum Mörder mutieren will.

Unsere Politiker waren nicht mal in der Lage den Karneval abzusagen als Italien schon Städte abriegelte aber sie tun alles, um eine anständige Grundrente von 1200 Euro zu verhindern.

Die drei Todsünden der letzten 30 Jahre waren die Abschaffung der Volksarmee, die Abschaffung einer guten Volksversorgung und die fehlenden Volksabstimmungen.

Bis 1990 durften Krankenhäuser in Deutschland keine Gewinne machen. In den nordischen Ländern ist die gute flächendeckende Versorgung der Älteren im Sozialverbund und die Krankenhauslandschaft Volksaufgabe des Staates, hier in Deutschland wurde sogar das Zimmer im Altenheim privatisiert.

Sozialverbände wurden vielfach zu Schmarotzern. Und was die Geldpolitik, das Vernichten des Ersparten, die Angst vor dem Alter und die Verwehrung guter Renten wie z.B. in Östereich oder den Niederlanden angeht – das ist alles bekannt.

Kein Land in Kerneuropa ist so asozial zu Beschäftigten und so gut zu Beamten. Das sind einige der entmutigenden Widersprüche, die nun alle zu Tage treten.

Corona – es geht nicht so weiter, wenn es so weiter geht ….

Deutschland und seine Demokratie kann nur mit Staatsbürgern stabilisiert werden und nicht von kindergeistigen Konsumenten. Wir werden sehen was passiert, ob wir uns zu Tode amüsieren oder uns (gerade die Jüngeren) wieder selber einbringen und neue Strukturen im Rahmen des Grundgesetzes aufbauen.

Hoffentlich wird der Coronavirus nicht zum Komavirus!

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