Das SPD-Rentenkonzept – sozial ist anders

Das hörte sich im Radio noch sozial an. Wer 30 Beitragsjahre hat, der soll 850 Euro Mindestrente erhalten. Oh, dachte ich, da haben sich die Sozialdemokraten doch bewegt. Aber dann kamen die Zweifel. Meistens wird dann noch ein absoluter Ausgrenzer hinterhergeschoben.

Und siehe da, statt sozial weiter asozial. Wie schreibt es stern.de als eine von vielen Quellen?

„1. Solidarrente

Sie soll nach 30 Beitragsjahren auch nach längerer Arbeitslosigkeit oder Tätigkeit in einem Billigjob einen Mindestanspruch von 850 Euro im Monat garantieren. Für alle, die trotz 30 Beitrags- und 40 Versicherungsjahren nicht auf diesen Betrag kommen, soll im Sozialrecht eine zweite Stufe der Grundsicherung eingeführt werden.“


Wir müssen uns also keine Sorgen machen. Die SPD bleibt so asozial wie sie seit Schröder ist. Denn derjenige, der einige Jahre keine Zeiten nachweisen kann, der hat wieder Pech gehabt.

Das sind immer mehr Menschen. Das alles sind Gedanken einer Partei, die nur funktionieren können, wenn es Vollbeschäftigung gibt. Wir haben aber 8 Millionen, die keine Arbeit bekommen haben.

Es ist noch nicht lange her, da wurden Millionen zwischen 40 und 55 durch Betriebsschliessungen in die Arbeitslosigkeit geschickt. Wir wissen auch, dass Hartz 4 eben nicht die Masse in Arbeit gebracht hat, weil man eben nur die eine Seite geregelt hat, die soziale Erniedrigung der fleissigen Menschen, die hier gearbeitet haben. Die andere Seite, die Verpflichtung, Arbeitsstellen für alle anzubieten durch z.B. Förderprogramme mit Steuergeldern für sozialversicherte Arbeitsplätze, hat es nicht gegeben.

Nun denn, weiter so SPD, wir hätten sonst an dir gezweifelt.

Ich vermute, die Vorschläge wurden von Beamtinnen und Beamten ausgearbeitet und dann diskutiert. Dann passt ja wieder mal alles zusammen.

 

 

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