Deutschland zwischen Sozialstaat und Saustall oder warum nicht Rechte sondern Pflichten das Geheimnis des Erfolges sind

Ich möchte einfach mal zwei fiktive (aber doch reale) Lebensläufe schildern.

Da geht ein Mädchen zur Schule Sie wird 18 und lernt jemand kennen und das erste Kind kommt. Sie trennt sich von dem Mann, der Hartz 4 erhält. Kurz darauf lernt sie einen anderen Mann kennen und das zweite Kind kommt. Sie trennt sich vom zweiten Mann, der Hartz 4 erhält. Nun springt unser Sozialstaat ein. Sie erhält jetzt eine komplette Wohnung eingerichtet und natürlich die kompletten Kosten für die Wohnung warm. Zudem erhält sie ca. 1200 Euro netto pro Monat für sich und ihre Kinder. Das sind zusammen knapp 1900 Euro netto! Ach so, fast hätte ich es vergessen. Die Gemeinde zahlt extra, wenn sie mit ihren Kindern auch zur Vorsorge kommt. Ich hätte eher gedacht, das Geld wird gekürzt, wenn sie nicht kommt.
Das kann Sie jetzt ca. 20 Jahre so weitermachen. Dann ist sie ca. 40 und die Kinder sind aus dem Haus. Bis 67 springt dann im Zweifel weiter der Staat ein. Ansonsten hat sie alles frei, inklusive Arzt. Mit 67 erhält die Frau dann Grundsicherung, ca. 700 Euro inklusive Warmmiete.

Ein Junge geht zur Schule und macht danach eine Lehre im Metallbereich. Dann ist er 20. Er verdient danach ca. 12 Euro pro Stunde, das sind bei 40 Stunden 480 Euro mal 4 Wochen = 1840 euro, ungefähr 1900 Euro brutto pro Monat. Er verdient dies ca. 10 Jahre lang. Das ergibt einen Rentenanspruch von 190 Euro. Danach verdient er 20 Jahre lang pro Monat ca. 2500 euro. Das ergibt zusammen einen Rentenanspruch von 500 Euro. Danach verdient er zehn Jahre land nur noch 2200 Euro pro Monat. Das ergibt noch mal 220 Euro Rentenanspruch, also in 40 Jahren zusammen 910 Euro Rentenanspruch.
Mit 60 wird er nach mehr als 40 Jahren arbeitslos und kann mit 63 in Rente. Dafür werden ihm von der Rente 14,4 Prozent abgezogen, das sind ca. 130 euro. So hat dieser Mensch nach 40 Jahren voller Arbeit einen Rentenanspruch von 780 Euro brutto. Er ist jeden Tag aufgestanden, musste sein Leben nach der Arbeit planen und vieles mehr (nur so am Rande).

Jetzt sprechen wir über die jungen Männer, die Hartz 4 erhalten und die jungen Frauen, die Hartz 4 erhalten. Wieso können diese nicht einfache Arbeiten übernehmen für die Allgemeinheit? Sie sind ja krankenversichert und sie sind nicht behindert. Die Kinder können tagsüber in den Hort und in den Kindergarten und die Agentur für Arbeit hat genug Leute, um die Arbeitseinsätze an nicht mehr gepflegten öffentlichen Plätzen zu organisieren. Und für nichtdeutsche Migrantinnen und Migranten eröffnet sich die Chance der direkten sozialen Integration in einem Arbeitsumfeld.


Was spricht dagegen?

Massnahmen für die Allgemeinheit

Ein einfaches Beispiel: In immer mehr Kommunen werden aktuell Nothaushalte beschlossen. Dabei werden immer mehr Grünflächen und Säuberungsmassnahmen wegen Sparmassnahmen gestrichen. Das könnte so sehr einfach geändert werden. Denn die Menschen sind ja krankenversichert und brauchen nicht mehr Werkzeug wie jeder, der dies heute hauptberuflich macht: Besen, Schaufel, Kehrblech, Mülltonne. Das ist übrigens auch keine Degradierung, denn es ist eine gute Arbeit für alle, die hier leben. Das hat auch was mit Würde zu tun.

Kriterien der Beurteilung

Je jünger und je weniger Jahre in der Sozialversicherung, desto eher zur gemeinnützigen Landschafts- und Stadtpflege. Wie bei der Arbeit muß man sich auch Hartz 4 verdienen, also wer nicht kommt, kriegt nichts wie im Arbeitsleben. Und wer kein Deutsch kann und nicht lernt, der muss nach 24 Monaten zurück – wie in anderen Ländern auch.

Wer z.B. gedient hat oder Zivildienst gemacht hat oder wer mindestens 15 Jahre in die Sozialversicherung eingezahlt hat, der muß anders behandelt werden wie jemand, der hier bisher nichts gemacht hat und hier einheiratet.

Der Sozialstaat wurde politisch missbraucht und ist aus den Fugen geraten. Deutschland wird nur gerettet werden können, wenn es wieder eine organisatorische Gerechtigkeit im Sozialstaat gibt. Dazu gehören Pflichten!

Doch ich ende hier noch nicht. Es gehört auch zu einer Sachdebatte, den hier verlinkten Artikel bei pro-sarrazin.net zu lesen und sich eine eigene Meinung zu bilden. Hier ist ein absoluter Fehler im System nach dem Motto, Deutschland ist gut zum Fi… und schlecht zum Arbeiten. Man kann den Menschen nicht verübeln dorthin zu gehen, wo sie nicht arbeiten müssen und alles bezahlt bekommen ohne Pflichten. Deshalb muss man dieses unkonditionierte Verteilen an Migranten abschaffen und/oder mit klaren Pflichten und Bedingungen versehen.

Und ich möchte nicht unerwähnt lassen, dass dieser Staat den ehrlichen Akademikern – egal aus welcher Kultur – rückwirkend ja schon 8 Jahre gestohlen hat – dank Herrn Schröder und seinen damaligen grünen Mitstreitern, wobei ich FDP und CDU in der Opposition nicht vergesse.

Damit wir uns hier richtig verstehen. Ich erwarte von einem Staat, dass er Gerechtigkeit übt. Es ist nicht gerecht, wenn arbeitslose Arbeitnehmer ihre Ersparnisse verbrauchen müssen, bevor sie Hartz 4 erhalten. Es ist nicht gerecht, wenn jeder, der hier hinkommt und Sozialleistungen beansprucht, diese ohne Gegenleistung erhält. Es ist genug gemeineinnützige Arbeit da, selbst für Menschen ohne Deutschkenntnisse. Davon abgesehen ist dies die beste Möglichkeit, schneller integriert zu werden, wenn man rauskommt und sozial lernen kann.

Und Kinder kriegen ist keine Leistung sondern aus Kindern sozial nützliche Mitglieder der Gemeinschaft zu machen ist eine Leistung. Dass dies ohne Pflichten nicht gelingt, erleben wir ja gerade.

Und da sollte der Staat schon früh mitgestalten mit Erzieherinnen, die gelernt haben, dass es Rechte und Pflichten gibt und Kinder dies lernen müssen.

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