Die neuen Dimensionen des falschen Denkens

Natürlich wissen wir, dass eine Erde, die aktuell 7 Milliarden Menschen hat, diese nicht ernähren kann und es noch mehr werden können. Das wissen wir. Daran haben wir aber nichts geändert, weil es ein „Wir“ weltweit nicht gibt.

Natürlich wissen wir, dass Atomenergie nicht „beherrschbar“ ist – wie die Vergangenheit zeigte – aber daran haben wir nichts geändert, weil man damit gut Geld verdienen konnte und kann.

Natürlich brechen und bohren wir aktuell die ganze Welt auf. Das können Ölfelder sein, das können kleine Wärmepumpen in Siedlungen sein, das können auch einfache Löcher in der Erde sein, um Kohle rauszugraben. Wir wissen, dass wir damit überall unsere Erde zerlöchern und zerstören – aber daran ändern wir nichts.

Natürlich wissen wir, dass die Abholzung der Wälder trotz aller Versprechungen mancher Wissenschaftler dazu führen werden, dass es immer weniger gute Luft, immer weniger Wälder und immer weniger Natur geben wird – aber daran ändern wir nichts.


Natürlich wissen wir, dass viele industrielle Produkte in bisheriger Form die Umwelt versauen. Wir wissen – sogar wissenschaftlich belegt – dass die Erde sich massiv erwärmt und dies für uns schlimme Folgen haben wird (nicht für die Erde) – aber daran ändern wir nichts.

Wir hätten mit Vernunft diese Entwicklungen verändern können. Die „Selbstzerstörung der Wachstumsgesellschaft“ war vorhersehbar. Die Ideologie und der Siegeszug des Kapitalismus wurden zu einem Sieg ohne Sinn.

Statt die Lebensgrundlagen zu erhalten, wurden sie schneller geplündert. Statt die Menschen ohne Angst und Schrecken leben zu lassen, wurden sichere Sozialsysteme in Europa abgebaut und Privatvermögen aufgebaut. Dies gilt übrigens überall auf der Welt. Große Privatvermögen scheinen die Wurzel vieler Übel zu sein, aber nicht allein.

Dabei wäre ein Kampf für gute Natur, gute Sozialsysteme und gute Völkerverständigung ein Kampf, der sich lohnen würde – überall auf der Welt.

Doch es wird so sein wie schon früher in der Geschichte. Die Dinosaurier sind ausgestorben, die Menschen haben einen Teil des Dinosauriergehirns und immer versucht, sich gegenseitig zu vernichten aus Gründen jenseits der Vernunft und der Tod trifft uns alle mit einer Wahrscheinlichkeit von 100 Prozent.

Wir Menschen merken meistens gar nicht, wie wir gelernt haben, falsch zu denken. Wir sprechen über die Natur wie über ein Ding. Dabei ist es der Ast auf dem wir sitzen.

Wir haben nutzen mit benutzen, beherrschen und herrschen (klein und groß geschrieben) verwechselt. Aber diese Entwicklung zerstört nun uns selbst. Nur der persönliche Tod kann dem Tod der Menschheit in seiner jetzigen Form zuvorkommen.

Niemand weiß, wann und wie und ob. Aber selbst ohne ob ist der bisherige Weg die Erkenntnis, dass wir es wohl nicht besser können. Vielleicht ist das Dreigestirn Mensch mit Sex, Bauch und Denken eine Spezies, die eben ihre Grenzen nicht sehen kann/will und das ihr Schicksal sein wird.

Nur das Massensterben wird jetzt deutlicher. Die vielen Katastrophen, brennende Ölfelder oder umgekehrt auslaufende Öllöcher auf dem Meeresboden, die Vernichtung Andersgläubiger mit Bomben und Raketen, die systematische Ausbeutung aller Regionen und Orte bis zur Wärmepumpe im Vorgarten, alles dies wird zu einer zertrümmerten Welt und einer sich immer verstärkenden Zerstörung mit immer mehr Toten entwickeln.

Da kann man zugucken. Das wiederum wird in unserer Zeit die Frage aufwerfen, ob die Menschheit dies aushält. Denn im Gegensatz zu früher kann man nicht mehr wegschauen. Bis jetzt konnte nur China die neuen Massenprobleme in Krisen lösen, weil sie einfach mehr Menschen einsetzen können als alle anderen. Aber auch sie machen munter weiter. Die Welt wird zunehmend zu einer Welt der Trümmer. Wir wussten noch nie so viel und machten noch nie so wenig – weltweit. Und einer zeigt mit dem Finger auf den anderen…

So hier höre ich einfach auf, weil es noch viel zu viel zu schreiben gäbe, aber das sowieso keine Folgen hat.

Schreibe einen Kommentar

Pflichtfelder sind mit * markiert.