Die Rheinische Post – die neue Beamtenzeitung?

Ich habe immer den Eindruck gehabt, dass die Rheinische Post der FDP sehr nahe steht. Aber wie dort jetzt die Kampagne der höheren Beamten unterstützt wird, das ist schon bemerkenswert.

Und andere Stimmen sind dort offenbar nicht erwünscht. Wenn es darum geht, Leserbriefe zu veröffentlichen, die für die Tariferhöhung sind, geht es schnell. Wenn es aber um Leserbriefe geht, die gegen die Tariferhöhung sind, dann findet man sie nicht in dieser Zeitung.

Zumindest meinen nicht, bis heute. Deshalb will ich die Argumente hier noch einmal wiedergeben.

Ich finde es bemerkenswert, wie viele Beamte sich per Leserbrief beschweren wegen der nicht weitergegebenen Tariferhöhung.

  • Beamte erhalten ihre Altersversorgung vom Staat geschenkt,
  • sie erhalten eine garantierte Mindestpension von ca. 1300 Euro und liegen in der Regel weit darüber (bei ca. 2000 bis 3000 Euro),
  • sie sind unkündbar und
  • sie haben u.a. eine privilegierte Krankenversicherung, die ihresgleichen sucht.

Besonders das Argument der „angemessenen Alimentierung“ ist mittlerweile offenbar völlig dem Irdischen entrückt.

Ich habe da ein paar Vorschläge, weil Beamte ja mit Steuergeldern bezahlt werden:

Wie wäre es, wenn Beamte, die sich ja an der Leistungsfähigkeit der deutschen Arbeitnehmer messen sollten, in Anlehnung an die vom statistischen Bundesamt festgestellten Gehälter bezahlt würden?

Was spricht dagegen, die Altersversorgung für Beamte nicht mehr nach den letzten Jahren im Dienst zu berechnen sondern fairerweise am Durchschnitt der Renten von Arbeitnehmern?

Das wäre fair, weil die Allgemeinheit dies ja auch bezahlen muss und die Beamten hätten ihre Altersversorgung immer noch geschenkt im Gegensatz zu all den anderen Menschen, die dafür ein Leben lang arbeiten müssen.

Darüber hinaus hat man den Arbeitnehmern 8 Jahre Schul- und Studienzeiten von der Rente abgezogen. Wieso gilt diese Rechnung nicht auch für Beamte?

Ich habe nichts gegen Beamte, aber ich habe etwas dagegen, dass die privilegiertesten Gruppen in diesem Land so tun als ob sie zu kurz kämen.

Und wer das nicht glaubt sollte mal auf diesen Beamtenbesoldungsrechner schauen.

 

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