Die Wahrheit über unsere Rente

Endlich. Bild hat einen schönen Artikel zu den Statistiken der Bundesagentur für Arbeit publiziert. Darin finden sich die statistischen Zahlen. Diese sind meistens höher als die Wirklichkeit. In der Statistik steht, dass die meisten Menschen 2009 zwischen 2300 und 2400 Euro Brutto verdient haben. Wer 2400 Euro brutto verdient, hat pro Jahr mit diesem Monatsverdienst ca. 24 Euro Rentenanspruch, also nach zehn Jahren 240 Euro Rentenanspruch. Wer es schafft, dies 40 Jahre durchzuhalten, der hat dann ca. 960 Euro Rentenanspruch, bei 45 Jahren 1080 Euro Rentenanspruch – brutto, nach 45 Jahren.


Wer mit 20 anfängt und mit 65 aufhört, dem werden in diesem Fall dann 7,2 Prozent abgezogen, weil er bis 67 arbeiten müßte. Er würde also von den 1080 Euro ca. 75 Euro abzogen bekommen, bleiben knapp 1000 Euro brutto, die dann noch versteuert werden und davon werden noch Sozialversicherungen abgezogen.

Wer mit 20 anfängt und „nur“ 40 Jahre schafft, der hätte einen Rentenanspruch von 960 Euro. Wer dann mit 60 arbeitslos würde und 18 Monate Arbeitslosengeld erhält, würde davon noch einmal ca. 30 Euro zusätzlich erhalten (80 Prozent des bisherigen), also ca. 990 Euro Rente. Wer dann bis 67 müsste, dem werden davon dann 14,4 Prozent abgezogen, also ca. grob 140 Euro. Das bedeutet, er hätte noch 850 Euro brutto an Rente, die noch versteuert werden muss und von der noch die Sozialversicherung abgezogen wird.

Nun ein Zitat aus dem Bild-Artikel: „Die Lohntabelle der Städte führt (siehe oben) Erlangen an. Danach folgen Ludwigshafen (3848 Euro), Ingolstadt (3755 Euro), Wolfsburg (3743 Euro) und Böblingen (3735 Euro). Die Städte und Kreise mit den geringsten Löhnen sind Elbe-Elster (1712 Euro), Ostvorpommern (1711 Euro), Uecker-Randow (1690 Euro), Erzgebirgskreis (1663 Euro) und Rügen (1552 Euro)“.

Wenn wir auf Erlangen blicken mit 3900 Euro, dann würde man nach 40 Jahren mit diesem Entgelt ca. 1560 Euro Rente haben. Wenn wir auf Rügen blicken, dann würde man nach 40 Jahren mit diesem Entgelt ca. 620 Euro Renten haben. In beiden Fällen wäre eine Rente mit 63 hart, weil im ersten Fall ca. 220 Euro abgezogen würden und im zweiten Fall ca. 90 Euro.

Das ist Wahrheit. Das Mindeste wäre die Chance, dass jeder, der 5 Jahre geklebt hat, mit 63 ohne Abzüge mit seinem Niveau in Rente kann und Minijobs möglich sind. Das Alterssicherungsgesetz sollte weiterhin erst mit 65 greifen.


Und für Beamte sollten dieselben Rechenregeln gelten wie für die Arbeitnehmer auch und nicht eine garantierte Mindestpension von ca. 1300 Euro für alle und für die meisten mehr.

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