Die Zuschussrente oder Radio Eriwan antwortet

Nüchtern betrachtet ist die Zuschussrente die umfassende Antwort der Beamten in den Ministerien (die dieses Problem nicht haben) auf das wichtigste Problem wachsender Teile der Bevölkerung.

Wenn man sich das richtig anschaut, dann ergeben sich aus diesem Vorschlag folgende Antworten:

1. Die Rente mit 67 bleibt
2. Niedriglöhne bleiben
3. Das Problem unterbrochener Erwerbsbiografien wird völlig ausgeblendet

Beispiel:
8,50 pro Stunde
40 stunden pro Woche
= 340 Euro pro Woche

ca. 1500 euro brutto pro Monat ergibt

ca. 15 Euro Rentenanspruch pro Jahr

Das sind in 10 Jahren 150 Euro und in 45 Jahren 675 Euro Rentenanspruch.

Diese Arbeitnehmer sollen jetzt noch einen Riestervertrag abschliessen und dort einzahlen. Und nur dann soll es eine Aufstockung auf 850 Euro geben.


Ach so, wer bezahlt die denn? Zusatzrenten aus dem Topf der Beitragszahler? Man kann daran fühlen, dass es Klagen dagegen geben wird. Das Geld müsste nämlich als Zuschuss aus dem Bundeshaushalt kommen, um Klagen zu vermeiden.

Die Gewinner der Zuschussrente sind die Versicherer.

Und Frau von der Leyen hat danach ja bei Maybrit Illner gezeigt, dass sie die Realität nicht wahrhaben will und brachte dann auch noch eine besonders bemerkenswerte Argumentation ein:

Erst sollten alle Frauen, die die 45 Jahren voll haben, davon 35 Jahre Beiträge bezahlt und eine Riesterrente, eine Aufstockung auf 850 Euro erhalten. Aber dann kam die Frage, was denn passiert, wenn diese Menschen mit jemand anders zusammenleben. So wie ich die Diskussion verstanden habe, würde dann das Einkommen des Partners angerechnet. Das wäre natürlich der Gipfel des Zynismus.

Nun gut, bis jetzt sind es ja nur Worte, mal sehen, welche Taten folgen.

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