Erwischt

Wer Artikel für Suchmaschinen schreibt, stolpert irgendwann über SEO. Das ist eine Abkürzung für Suchmaschinenoptimierung (search engine optimization). Und dann über Backlinks. Das sind Verlinkungen auf andere Artikel. Das war früher normal. Heute wird dies in einschlägigen Kreisen als neue Währung im Internet bezeichnet. Je mehr backlinks desto besser die Platzierung bei google. Das stimmt zwar nur begrenzt, aber gut.


Und nun gibt es einen „Skandal“. Da hat man doch Blogger dafür bezahlt, solche Backlinks gegen Geld zu setzen. Das wäre nicht schlimm. Aber im Gegensatz zu den USA waren diese nicht als Werbung oder bezahlt bzw. sponsored gekenzeichnet. Was das juristisch heisst, ist umstritten. Aber es zeigt wie vorsichtig man mit Informationen aus dem Internet sein muß. Das gilt übrigens auch für gedruckte Informationen und andere Medien. Heute spricht man vom Erlernen einer Medienkompetenz, früher sprach man vom kritischen Denken. Aber wen interessiert dies in der schönen neuen Welt? Ein Zitat aus dem Artikel von Sascha Pallenberg: „Interessant ist hier ebenfalls, dass einer der SEO-Fuzzis von Idealo.de, naemlich Philipp Kloeckner, sich vehement ueber die Story lustig macht. Idealo hat energisch versucht Netbooknews.de anzuwerben und mich dazu zu ueberreden aus Berichten mit entsprechenden Keywords zu verlinken, was ich immer abgelehnt habe.“

Ob das stimmt? Ich weiß das nicht. Und wenn, was bedeutet es? Wäre das illegal in Deutschland? Und selbst wenn es juristisch umstritten wäre (was ich nicht weiß, aber eventuell Wissende in der Kommentarfunktion einfügen könnten), was wäre daran schlimm? Sind denn Blogger Journalisten? Oder sind Blogger, die keine Journalisten sind, einfache Gewerbescheinanmelder. Das hat ja unterschiedliche juristische Folgen. Das zu beantworten wäre wirklich interessant.

Der Spiegel online hat sich zu Sascha Pallenberg auch schon ausführlich geäußert. Und dazu hat sich Herr Pallenberg wiederum geäußert.

Das Ganze kann man nun als „Skandal“ sehen. Man kann aber auch eine Etage höher gehen. Und dann fragt man sich aus einer anderen Perspektive, welches Interesse haben die Beteiligten und die, die sich einmischen?

Nun denn, ich höre hier mit Verlinkungen und Backlinks auf.

1 Kommentar » Schreibe einen Kommentar

  1. Pingback: IGEL und Erfolgsmodelle im Internet « virwa – virtuelle wahrheit

Schreibe einen Kommentar

Pflichtfelder sind mit * markiert.