EU beschließt europaweiten Mindestlohn von 9.50 Euro

Fast unbemerkt von der Öffentlichkeit haben die europäischen Finanzminister heute bei der Bewilligung des neuen Rettungspaketes für Griechenland beschlossen, dass in allen Ländern der EU ab 2014 ein Mindestlohn von 9.50 Euro gelten muß.

Die Begründung dabei war so einleuchtend einfach, dass ich sie hier wiedergeben will: Da die Steuerzahler aller EU-Länder mittlerweile direkt und indirekt für das gesamte Geld der Banken und der meisten Kredite an Unternehmen haften, soll durch den Mindestlohn gewährleistet werden, dass der Konsum europaweit angekurbelt wird und alle Menschen für ihre Arbeit angemessen bezahlt werden. Somit bleibt das Geld, das in der EU erwirtschaftet wird auch im Euroraum und wird überwiegend für Konsum ausgegeben, da es sich um die Löhne an der Untergrenze handelt.

Eine Wettbewerbsverzerrung liegt nicht vor, weil durch die enormen Geldsummen der letzten Rettungspakete Wettbewerb sowieso nicht mehr stattfindet. Durch diesen europäischen Mindestlohn ist es den EU-Finanzministern gelungen, sowohl das gesamtwirtschaftliche Wachstum anzukurbeln als auch die Vergleichbarkeit der Sozialsysteme einen guten Schritt voranzubringen.

England war auch nicht dagegen, weil dort der Mindestlohn gesetzlich sowieso schon ungefähr diese Höhe hat. Luxemburg hat schon einen Mindestlohn von 10,43 Euro. Dieser darf allerdings beibehalten werden. Es bleibt allen EU Mitgliedsländern unbelassen, einen höheren Mindestlohn als 9,50 Euro einzuführen.

Das EU-Parlament hat ebenfalls seine Zustimmung signalisiert. Der Vorsitzende des Parlamentes, Schulz, sprach von einem großen Tag für Europa und einem Geniestreich der EU-Finanzminister.

Ach so, der Artikel ist leider aus der Rubrik Satire.

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