GA 1.03

GA? 1.03

GA? 1.03 – wissen Sie, was das ist? Das ist was besonderes. Dieses kleine Werkzeug wird als Zusatz in einem Programm zur Darstellung von Internetseiten eingefügt (neudeutsch: dieses kleine Tool wird als Add-On in einem Webbrowser installiert), um zu überprüfen, ob die besuchten Webseiten Google Analytics nutzen. Wer Google Analytics anwendet, hat einen fast gläsernen Besucher einer Webseite vor sich. Und die Problematik der Nutzung findet sich u.a. auf den Seiten des Bundesbeauftragten für den Datenschutz dargestellt (https://www.bfdi.bund.de/bfdi_forum/index.php).

Ich hätte eigentlich nie gedacht, dass dieses kleine Tool mir so viele neue Erkenntnisse bescheren würde. Weil ich gerne auf Webseiten zur Fotografie surfe und darüber hinaus gerne Online-Journalisten und ihre Blogs besuche, surfte ich nunmehr weiter. Und bald glaubte ich nicht mehr, was ich sah. Bei ganz vielen Webseiten, die ich besuchte, fing das Tool an zu leuchten (wurde bunt) und zeigte mir, dass Google Analytics benutzt wird.


Da dies aber nur erlaubt ist, wenn ausdrücklich darauf hingewiesen wird (siehe unten in diesem Artikel), suchte ich natürlich den entsprechenden gut sichtbaren Hinweis. Und siehe da, in der Regel fehlte er. Dann ist die Nutzung illegal (wenn ich die Datenschutzbeauftragten und die Rechtslage in D richtig verstanden habe). Ich kam zu der Erkenntnis, dass gerade einige von denen, die so seriös tun, heimlich google analytics einsetzen und einige von denen, die eher etwas exaltierter sind, sich sauber und seriös an die Spielregeln halten. Denn immerhin geht es um das Recht der informatiellen Selbstbestimmung, sprich, ich will entscheiden, ob man mich online verfolgen darf oder nicht. Nun ist meine Aussage etwas pauschal. Aber soll ich hier die einzelnen Webseiten aufführen? Ich bin ja kein Internetdetektiv sondern eigentlich nur Webseitenbesucher, der selbst bestimmen will, ob er eine Seite besucht, die detailliert jede Bewegung von ihm aufzeichnet. Und es gibt genügend Journalisten, Medienschaffende, Fotografen etc., die sich auch daran halten. Aber offenkundig auch genügend gerade aus den „feineren“ Kreisen, die offenbar über den Gesetzen stehen – oder wie muss ich das verstehen? Es kann sich ja wohl von denen, die versiert sind im Online-Geschäft, niemand herausreden mit dem Hinweis, er oder sie habe es nicht gewusst…
Wenn ich mir dann überlege, welches Geschrei aufkommt, wenn man von denselben Leuten im Bereich der Medienschaffenden einfach ihre Fotos oder Artikel abdrucken bzw. online verwerten würde, da wäre was los.

[shariff]

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