Meine Rechnung: Ipad mini und Welt digital für 14,99 pro Monat – ist das ein Geschäft?

Das Sparschwein weist darauf hin, dass es ein Angebot von Springer gibt, die Welt digital und ein Ipad mini für 14,99 pro Monat. Das sieht aus wie ein gutes Geschäft. Ist es auch.

Aber für wen?

Wer auf das Angebot eingehen will, der muß die Bedingungen von mypass akzeptieren. Dort heisst es:

„5. Verwendung der E-Mail-Adresse nach § 7 Abs. 3 UWG

5.1 Wir sind im Rahmen der gesetzlichen Erlaubnis nach § 7 Abs. 3 UWG berechtigt, die E-Mail-Adresse, die der Nutzer bei seiner Registrierung für myPass angegeben hat, zur Direktwerbung für eigene ähnliche Dienstleistungen zu nutzen sowie zur Information des Nutzers über seinen myPass-Account sowie generell zu myPass verwenden.

5.2

Falls der Nutzer jedoch keine Direktwerbung (mehr) erhalten möchte, kann er der entsprechenden Verwendung der E-Mail-Adresse jederzeit in Textform an „datenschutz@mypass.de“ widersprechen, ohne dass hierfür andere als die Übermittlungskosten nach den Basistarifen entstehen.“

Mit diesen Bedingungen könnte man doch die Adresse schön an Dritte verkaufen oder sehe ich das falsch? Für eine Adresse, die stimmt und einen Kunden, der über Bonität verfügt, erhält man nach meinem Wissen pro Verkauf zwischen 40 und 80 Euro. Datenhandel ist sehr attraktiv wie dieses Beispiel zeigt.

Aber damit nicht genug. Man willigt auch ein, seine Daten an Boniversum weiterzugeben, ein Unternehmen der Creditreform. Inwiefern damit Springer oder Boniversum verdient, weiss ich nicht. Aber es wird nicht kostenlos sein.

Doch das ist noch nicht alles. Man muss auch die AGBs von Springer anerkennen.

Dort heisst es: „Soweit Axel Springer mit einem Finanzierungspartner zusammenarbeitet und der Kunde den Vertrag über das Bundle unter Einsatz des Finanzierungspartners schließen möchte, wird das Bundle nach Vertragsschluss (zu diesem sogleich) durch den Finanzierungspartner kreditfinanziert, so dass der Nutzer das Bundle ohne Anzahlung in den jeweils vereinbarten Raten bezahlen kann. Der Nutzer schließt in dieser Konstellation einen Vertrag über das Bundle mit Axel Springer (siehe die Ziffern 2.1 und 2.2) und zugleich auch im Sinne eines so genannten „verbundenen Vertrages“ einen Darlehensvertrag mit dem Finanzierungspartner. Voraussetzung bei einer Bestellung des Bundles ist daher zunächst, dass der Nutzer telefonisch oder im Internet die erforderlichen Daten angibt und die Bonität anhand der angegebenen Daten vorläufig geprüft wird. Der Nutzer erhält sodann einen Antrag auf Abschluss des entsprechenden Kreditvertrages per E-Mail oder per Post, den er ausfüllt und im Wege des vom Finanzierungspartner vorgesehenen Identifizierungsverfahrens einreicht. Anschließend prüft der Finanzierungspartner die Bonität des Nutzers abschließend und teilt das Ergebnis Axel Springer mit. Daraufhin kommt der Vertrag zustande, wenn Axel Springer die Annahme des Angebots nach entsprechend positiver Bonitätsprüfung durch den Finanzierungspartner per E-Mail, durch Versenden des Geräts oder die Verfügbarmachen der Leistung erklärt. Unbeschadet des Rechts von Axel Springer und auch des Finanzierungspartners, einen Nutzer als Vertragspartner jederzeit ablehnen zu können, erfolgt die Annahmeerklärung bzw. die Ablehnung des Angebots durch Axel Springer innerhalb von 10 Tagen nach Eingang des Antrags auf Abschluss des Kreditvertrages bei dem Finanzierungspartner (dazu sogleich).“

Wenn ich das richtig verstehe werden hier Darlehensverträge vermittelt. Was meinen Sie, ist diese Zusammenarbeit kostenlos oder wer verdient daran, wenn er Darlehensverträge vermittelt?

Fast hätte ich es übersehen. Man muß ja auch noch die Datenschutzbestimmungen anerkennen und damit einverstanden sein:

„Einwilligung

Wir werden Ihre Einwilligung zur Datenerhebung und Speicherung protokollieren. Bei Bedarf teilen wir Ihnen mit, wann und wie Sie Ihre Einwilligung gegeben haben.
Wir erheben nur die Daten, die wir benötigen, damit Sie an einem Dienst teilnehmen können. Sollten Sie Ihre Zustimmung nicht geben, bitten wir um Verständnis, dass Sie an dem jeweiligen Dienst nicht teilnehmen können.

Weitergabe

DIE WELT wird die mit Ihrer Zustimmung erhobenen und gespeicherten Daten im Rahmen von vertraglichen Absprachen an Geschäftspartner und Sponsoren weitergeben, soweit dies z. B. bei einem Versand von Zugaben und Prämien in Ihrem Interesse notwendig ist. “

Ob die Sponsoren die Daten kostenlos von Die Welt erhalten?

Ich glaube nicht, ich weiss es aber nicht. So vermute ich Dinge aufgrund von eigenen Erfahrungen. Ich kann es aber nicht belegen.

Wenn ich mir aus dem hier für mich notierten ein Reim machen sollte, dann würde ich sagen, dass dies aussieht wie ein gutes Geschäft.

Die Frage ist nur für wen….

 

 

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