Neue Bilder vom Alter

Im Februar findet in Hamburg eine Veranstaltung zum Thema „Neue Bilder vom Alter – Altersbilder in der Arbeitswelt“ statt. Als Einstieg lesen wir auf der Internetseite folgendes (meine jeweiligen Kommentare sind kursiv eingefügt):

„Ältere Arbeitnehmer wurden ab den 1980er Jahren systematisch in den Vorruhestand gedrängt. Damit waren die „goldenen Jahre“ mit der Sicherheit, bis zur Rente einen Arbeitsplatz zu haben vorbei.“

Ich war dabei und da war es doch wohl so, dass fast alle froh waren, früher und meistens ohne Abschläge in Rente gehen zu können. Mittelständische Unternehmen beschwerten sich, wenn sie nicht unter die Regelungen fallen konnten, um mit ihren Beschäftigten auch frühes Ausscheiden mit wenig Geldverlust zu vereinbaren. Die meisten Beschäftigten waren mehr als froh. Die wurden nicht gedrängt sondern haben sich gefreut.

„Diese Frühverrentungspolitik hat dazu beigetragen, dass das heutige Bild vom Alter negativ und stereotyp ist.“

Was ist das für ein Satz? Wieso ist das Bild vom Alter negativ und stereotyp. Bedeutet negativ, dass die Menschen sich freuen, wenn sie früher raus können? Hier geht es doch um pure Meinungsmache.

„Zukünftig jedoch werden Unternehmen um die Gruppe der über 50-Jährigen werben.“

Aber frühestens ab 2030, wenn bis dahin nicht noch viel mehr sich geändert hat.

„Denn der demografische Wandel wird unsere Gesellschaft nachhaltig ändern. Die Älteren werden in absehbarer Zeit die größte Bevölkerungsgruppe darstellen.
Und immer mehr ältere Menschen wollen nicht nur länger arbeiten, sie müssen es auch. Damit steht die Arbeitswelt vor neuen Herausforderungen und das gegenwärtige Altersbild braucht dringend eine differenziertere und realistischere Darstellung.“

Wieso wollen ältere Menschen länger arbeiten? Von welchen Menschen wird hier gesprochen. Unternehmen haben keinen Druck für ihre Produktion, um ältere Menschen verstärkt einzustellen. Es geht doch darum, dass die Politik den Menschen einfach drei bis fünf Jahre mehr Arbeitszeit aufgebrummt hat ohne dass dafür genug Arbeitsplätze vorhanden sind.

„Genau hier setzt die Tagung „Neue Bilder vom Alter Altersbilder in der Arbeitswelt“ des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend und der Körber-Stiftung an. Sie findet am 6. Februar im KörberForum in Hamburg statt.“

Viel Spass beim Ansetzen. Mal sehen, was dabei rauskommt!

Schreibe einen Kommentar

Pflichtfelder sind mit * markiert.