Wird im Max-Planck-Institut für demografische Entwicklung Schwachsinn produziert?

„Wie das Max-Planck-Institut für demografische Forschung errechnete, müssten die Deutschen im Jahr 2050 sogar fünf Jahre länger arbeiten, um die Funktion des Rentensystems zu erhalten. Steigt die Lebenserwartung weiter, komme die Rente erst mit 72, sagte der Direktor des Instituts, James Vaupel. Nach Vaupels Forschung steigt die Lebenserwartung in Europa von Jahrzehnt zu Jahrzehnt um zwei bis drei Jahre. „Etwas von dieser geschenkten Zeit werden wir auf die Arbeit verwenden müssen“, sagt er. Gesundheitliche Probleme, wie sie Kritiker der Rente mit 67 ins Feld führen, will der Forscher nicht gelten lassen: „Die gesunde Lebenserwartung steigt ebenso rasch an. Wenn Menschen zehn Jahre länger leben, werden sie zehn Jahre später krank.“

Ich rieb mir die Augen als ich dies auf tagesschau.de gelesen habe. Und dann fragte ich mich, ob der Herr Vaupel noch bei Sinnen war als er dies sagte. Wie kann jemand ernsthaft ohne jeden Beleg behaupten, dass dies so kommen wird und die gesunde Lebenserwartung ebenso rasch ansteigt?

Es gibt überhaupt keine Belege dafür, dass die gesunde Lebenserwartung weiter ansteigt. Vielmehr gibt es immer mehr Belastungen durch die Umwelt, mehr neue Formen von Stress und mehr neue Faktoren, die bisher überhaupt noch nicht berücksichtigt worden sind bzw. werden konnten.

Und dann kommen solche Rechtfertigungen für eine Heraufsetzung des Rentenalters, die völlig die gesellschaftliche Realität ausser Acht lassen und in keinster Weise die Voraussetzungen dafür definieren.

Es ist schon interessant, welcher Schwachsinn – im wahrsten Wortsinne – in meinen Augen ausgebrütet werden kann, wenn man mit öffentlichen Geldern oder Drittmitteln ausgestattet wird.

Hier findet sich in meinen Augen ein besonders bemerkenswerter Fall, der nicht unerwähnt bleiben sollte.

 

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