Statt Klicks sollte es Klick machen ….

Weil PR-Agenturen – und einige mehr – verkaufen wollen, hat man sich die Page Impressions oder Klicks bzw. Clicks einfallen lassen. Ich möchte dies mal an einem echten Fall schildern. Früher hat man eine Seite erstellt und die rollte man nach unten. Heute erstellt man eine Seite mit einer z.B. Fotogalerie und zehn Abschnitten aus einer Seite und macht aus einem Klick schnell eine Seite mit zehn mal zehn Klicks.

Wer durch das Internet klickt, der findet viele Seiten, die zum Beispiel 15 tolle Beautytipps oder die Bestenliste der … etc. zeigen. Diese werden dann aber nur gezeigt, wenn man sich durch eine Art Galerie klickt. Um die 15 Tipps zu lesen, muß man dann auch 15 mal klicken.


Das sind dann 15 Klicks. Mit solchen Techniken lassen sich die Zahlen wunderbar nach oben schieben. Hat dies Sinn? Das kommt auf den Betrachter an.

Wenn man aus einer Seite ca. 100 Klicks mit Lesehäppchen macht, dann ändert sich viel. Wer zusammenhängend etwas lesen will, der hat auf diesen Seiten nichts davon. Vielmehr sorgt er nur für Umsatz.

Was will ich damit sagen? Hüten Sie sich vor den Zahlen! Hätte ich diese Seiten hier in Klickstrecken verwandelt, dann müßte man die Zugriffszahlen mit zehn malnehmen (also statt zum Beispiel ca. 6000 x 10 = 60.000 Klicks pro Tag).

Damit könnte ich die Zahlen schön puschen. Aber was bringt das?

Ich wollte ihnen mit diesem kleinen Ausflug zeigen, was so im Internet möglich ist.

Aber damit ist dieser Artikel nicht beendet. Es gibt noch einen Gesichtspunkt. Betrachten wir das Ganze mal vom anderen Ende. Wer Werbung bei sich auf der Internetseite einbaut, der wird bei einigen Anbietern nach Klicks auf die Werbebanner abgerechnet. Diese Werbebanner sind aber schon verkauft worden. Entweder als Anzahl von Klicks auf die Banner oder als Einblendungen auf Seiten. Dies bedeutet, der Werbekunde hat schon bezahlt, der Internetseitenbetreiber stellt seine Seite kostenlos zur Verfügung und erhält nur etwas, wenn darauf geklickt wird. Das ist natürlich sehr unfair. Fairer wäre es, wenn man für die Zurverfügungstellung von Internetseiten pro Monat Geld erhalten würde. Aber die Hoffnung stirbt ja bekanntlich zuletzt. Deshalb wird es immer viele Webseiten geben, die keiner sich ansieht, aber auf denen Werbebanner gezeigt werden.

Solange dies alles so bleibt sollten die Anbieter von echten Artikeln keine Werbebanner schalten, weil sie sowieso fast nichts erhalten und so dieses System nur unterstützen. Warum die Werbekunden dies mitmachen, ist mir ein Rätsel, zumal die klugen Leute in der Regel sowieso schon Werbeblocker installiert haben, so dass sie von der ganzen Werbung gar nichts sehen. Aber seitdem wir wissen, dass Werbeblocker z.T. nichts anderes sind als Werbefilter, die sich dafür bezahlen lassen, ist dies auch nur eine Teillösung.

Am besten wäre es, wenn man sich einen Softwarebaukasten bestellen könnte und daraus seinen eigenen Werbeblocker macht und selbst bestimmt, welche Werbung man sehen kann.

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