Süddeutsche Zeitung, faz.net und Spiegel online

Am 25. Juni saß ich im Wohnzimmer und las die Süddeutsche Zeitung. Der Bericht von Hilmar Klute über den „Aufbau West“ – womit der fehlende Aufbau West gemeint ist – und seine Schilderung von Bochum, ist wunderbar wirklich. In Bochum war ich öfter und er schreibt die Dinge so, wie sie sind.

Und dann der Artikel von Stephan Speicher „Schlank, gutaussehend und verhasst. Zwischen Bioladen und versöhntem Nachwuchs: Warum ist die Kritik an den Prenzlauer-Berg-Müttern so heftig?“ Da kommt Freude auf. Er schildert die Verwöhntheit und die Privilegiertheit von Berlin und den Menschen, die dort leben.


Genau dies habe ich auch erlebt und deshalb gefällt mir die Süddeutsche so gut. Aber auch die Hintergründe zur Politik. Alles dies habe ich in meiner Tageszeitung nicht. Die WZ-Plus hat sehr wenig und deshalb gehe ich dann ins Netz. Bei der WZ-Plus überkommt mich immer mehr das Gefühl, dass dort im überregonalen Teil PR eine grosse Rolle spielt. Aber das ist meine persönliche Auffassung.

Im Netz bin ich von faz.net sehr angetan. Hier gibt es noch die volle Bandbreite an Informationen, selbst Dinge zu Geisteswissenschaften. Und die Artikel sind auch so lang wie das Thema es erfordert.

Und dann Spiegel online. Spiegel online lebt eigentlich nur noch von dem Blick auf das Forum. Würde nicht so viel kommentiert wäre er für mich kaum noch lesenswert. Umgekehrt habe ich erlebt, dass sehr viele Kommentare – zumindest von mir – nicht veröffentlicht werden. Ich scheine dabei nicht allein zu sein.

Der Produktionsjournalismus des Spiegel gefällt mir weniger als der Individualjournalismus von Süddeutsche Zeitung. Und das faz.net hat eine Breite, die surfen ermöglicht.

Es hat mir gefallen, die Süddeutsche zu lesen. Die Artikel waren richtig gut. Aber sie spielen in der politischen Diskussion offenbar keine Rolle mehr. In Berlin spielt nur noch eine Rolle, was sich im Berliner Regierungsviertel abspielt.

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