Vermisst jemand die FTD?

Nicht zu verwechseln mit der Frage, vermisst jemand die FDP!
Haben Sie es gemerkt? Die Financial Times Deutschland gibt es nicht mehr. Haben Sie gemerkt, dass es Sie nicht mehr gibt? Wahrscheinlich nicht. Das ist eben das Phänomen der neuen Zeit. Es gibt so viele Medien und Webseiten, dass das Fehlen einiger gar nicht auffällt.

Wenn jetzt die Welt eine Paywall einführt, dann doch nur eine, die keine ist. Sie will ja offen bleiben, damit sie gefunden wird und damit sie überhaupt gesehen wird. Denn es kommt nicht nur auf google an. Es kommt auch darauf an, weiter eine Webseite zu haben, die so interessant erscheint, dass die Menschen dort auch weiter lesen wollen.

Webseiten sind also ausserhalb sozialer Netzwerke immer mehr die wichtigsten und wesentlichsten digitalen Plätze. Dazu sind gute Internetadressen optimal und gute Inhalte in Bild und Text das Sahnehäubchen für guten Journalismus.


So können wir von der FTD lernen, dass im Netz die Präsenz die conditio vivere ist und dass das Verschwinden nicht auffällt, weil es kein digitales Gedächtnis gibt. Blog und weg bedeutet nicht mehr auffindbar. Und sollte von den 300 Journalisten der FTD jetzt jeder noch einen Blog aufmachen, dann gibt es noch 300 Blogger mehr.

So ist das Netz eine Masse von Möglichkeiten, aus der man etwas aussuchen kann. Suchmaschinen helfen dabei, ersetzen aber nicht alles.

Es ist bei der FTD wie mit allen Betrieben, die geschlossen wurden. Bei den anderen geht es ja weiter und deshalb ist das Ende des Einen die Chance des Anderen.

That´s Life!

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