Was ist link und was ist heute links?

Link ist heute jemand, der auf Kosten anderer sich eigene Vorteile verschafft. Link ist heute jemand, der unter Vorspiegelung falscher Informationen oder durch das Fehlen von Informationen anderen etwas vorgaukelt, um sie zu manipulieren. Link ist heute in – das hat aber mit den Links = Verlinkungen im Internet nichts zu tun. Link ist eine gemeine Charaktereigenschaft und Verhaltensweise.

Politisch links bedeutet heute

  • für Leistung zu sein und gegen leistungslosen Reichtum und große Vermögen, die vererbt werden
  • gegen Hartz 4 zu sein und für einen guten Sozialstaat
  • für einen guten Mindestlohn zu sein
  • für ein bedingungsloses Mindesteinkommen zu sein
  • für Bildung zu sein, die sich auch beruflich auszahlt und gegen die Abschaffung von Ausbildungszeiten für die Rentenberechnung zu sein
  • für eine gute Altersversorgung für alle zu sein und gegen  leistungslose priviliegerte Pensionen für einzelne Berufsgruppen
  • für eine flexible Rente zwischen 60 und 63 zu sein
  • für eine Umverteilung von echtem Reichtum zu sein
  • für eine Kontrolle von Banken und Fonds zu sein
  • für eine Entlastung von kleinen Freiberuflern und Selbständigen in den Sozialversicherungen zu sein
  • für Grundrechte zu sein
  • für Volksentscheide wie in der Schweiz
  • für ein Jahr Sozialdienst für alle in Armee oder zivil zu sein

Ich halte auch folgendes für politisch links:

  • klare Regeln und Verpflichtungen bei Einwanderern
  • eine Priorität der deutschen Kultur in Deutschland
  • mehr Selbstbestimmung bei Betreuung im Alter und bei Fragen der Entmündigung

Es gibt noch mehr.

Wer links so versteht, der ist weder Sozialist noch Kommunist, der ist Demokrat.

Denn alles was hier steht, steht auf dem Boden des Grundgesetzes und der Werte der europäischen Demokratietradition, die soziale Sicherheit als Voraussetzung für politische Teilnahme sieht, weil sonst das Geld regiert. Insofern könnte man auch sagen, das ist gar nicht links, das ist einfach demokratisch.

Erst wenn man Fragen stellt wie die, ob das Repräsentativprinzip noch durch das Parlament in der bisherigen Form funktioniert oder ob nicht einfach gelost wird, wer für 5 Jahre in den Bundestag kommt, erst dann werden die Fragen drängender. Aber selbst das ist möglich. Denn wenn die Parteien bestimmen, wer aufgestellt wird, dann ist es zu wenig.

 

 

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