Wie Microsoft mich ausspioniert

Ich staunte nicht schlecht, als ich bemerkte, dass ich komplett ausspioniert werde. Als ordentlicher Deutscher hatte ich mir einen PC mit dem Betriebssystem Windows gekauft. Dazu das Office-Paket. Ich nutzte abwechselnd Outlook auf dem PC und probierte Outlook.com aus.

Was ich aber nicht wußte war folgendes. Immer wenn ich den PC anschaltete meldete mich das Betriebssystem im Überwachungssystem von Microsoft an. Erst wurde kontrolliert, ob ich die Software gekauft hatte, dann wurde sie meiner Computer ID und meiner Adresse zugeordnet und dann wurde Microsoft übermittelt, welche Programme ich zuletzt genutzt hatte, wie lange und für was.

Haben Sie bei der Textverarbeitung Word auch schon manchmal getippt und sich gewundert, wo denn die Buchstaben auf dem Monitor bleiben?

Die sah man nämlich erst später auf dem Bildschirm.

Das hat mit der Rechtschreibprüfung zu tun sagte man mir.

Mitnichten! Jedes Mal wenn wir ein Wort eintippen wird dieses Wort über einen integrierten Suchalgorhythmus auf mögliche terroristische Wortteile überprüft. Diese werden online gespeichert und wenn mehr als drei Teile im Aktivitätsindex gefunden werden, gibt es eine Übermittlung an Microsoft und einen Datenabgleich mit der NSA. Das geschieht vollautomatisiert.

Ähnlich wie bei den Score-Rankings der Schufa werden dann die bisherigen Daten von mir mit meinem Wohnort, meinen Bankdaten und Kritierien der Wahrscheinlichkeitsrechnung abgeglichen.

Meinen Bankdaten? Ja sicher. Ist ihnen noch nicht aufgefallen, dass sie immer dann, wenn sie nicht viel Geld auf dem Konto haben auf einmal viel Post mit Kreditangeboten offline und online erhalten?

Woran mag das wohl liegen?

Doch weiter im Text. Dieser Abgleich wird in vielen Fällen dann dem BND gemeldet, der dies alles durch einen anderen Filter leitet. Da der BND die Daten nicht selbst erhoben hat sondern von einem befreundeten Geheimdienst erhalten hat, können so munter meine Daten ausgetauscht werden.

Aber damit noch nicht genug.

Bei Outlook erfolgt eine vollautomatische Filterung meiner Texte über die Server von Microsoft und bei Outlook.com kann Microsoft wie ein normaler Internet-Provider sich in Ruhe alles anschauen, weil diese Daten in der Cloud, also in Rechenzentren, die vom NSA kontrolliert werden, gespeichert sind.

Hätten Sie das geglaubt?

Ich eigentlich auch nicht. Denn dieser Text ist reine Satire.

Seitdem ich um die Zusammenarbeit von Microsoft mit den Geheimdiensten weiß, bin ich mir zunehmend aber nicht mehr so sicher, ob der Text Satire ist.

 

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