Schluss mit der Jammerei!

Da jammern so viele über die Dinge um uns herum. Sie wollen mehr Geld, sie wollen weniger arbeiten, sie wollen mehr Rente etc.

Wir leben in einer Welt, in der man sich wehren muss. Zusätzlich leben wir in einer Welt, in der die Reichen  und die Mächtigen sich gerne Arme „kaufen“.

Das sieht man besonders an Politikern, die nach ihrer Zeit in einem politischen Amt absahnen. Das können Vorträge sein oder gut dotierte Posten. So macht man Politik und setzt lobbyistisch seine Interessen durch.

Mittlerweile ist das „Proletariat“ in den Industrieländern anders. Es sind nicht mehr Menschen ohne Essen, Trinken und Wohnung. Es sind Menschen, die alles Notwendige zum Leben haben und einiges darüber hinaus. Und es sind Konsummenschen ohne politisches Bewusstsein.

Das stabilisiert ausserordentlich die politischen Verhältnisse zu Gunsten der Mächtigen und Reichen.

Nun gibt es in einer Wissensgesellschaft auch viele Menschen, die nicht mehr blöd sind und einigermassen qualifiziert. Das sind die neuen „Arbeiter“, heute nennt man sie Arbeitnehmer. Diese können sogar aufsteigen und durch viel Arbeit unter Verzicht auf ihr eigenes Leben 4000 bis 8000 Euro im Monat erhalten. Dafür arbeiten sie für die anderen, die abkassieren. Daneben gibt es eine Anzahl von Verwaltungsmenschen, die eigentlich nur Kontrollfunktionen ausüben – im Sinne der Mächtigen.

Und da es hier eine optimale Grundversorgung gibt, entsteht auch keine „Messer-und Gabelfrage“.

Diese wäre nach Marx die Voraussetzung für eine Umwälzung.

Dies entsteht gerade um uns herum an einigen Stellen, aber das führt nur zur Angst vor unseren Nachbarn in Europa und nicht etwa zu Gedanken über diesen Kreislauf hinaus.

So ist das System. Gewerkschaften stabilisieren dieses System mit jeder Vereinbarung, die sie abschliessen. Deshalb sind Gewerkschaften in diesem System so wichtig und deshalb ist die Tarifautonomie so wichtig.

Und die Gesetze? Die Gesetze, die wir haben, haben wir, weil eine Mehrheit der Menschen dies so wollte.

Wenn es nicht so wäre, dann hätten die Menschen bei der Einführung dieser Gesetze nicht mitgemacht.

Ich kann mich noch gut daran erinnern als es gegen die Rente mit 67 und für einen gesetzlichen Mindestlohn zur Demonstration nach Dortmung ging.

Die Busse samstags waren kaum gefüllt und nur Rentner und einige wenige Aktive waren dabei. Am Abend vorher spielte Dortmund gegen Schalke. Da waren bald hunderttausend unterwegs.

Das muss man nicht bejammern sondern zur Kenntnis nehmen. Und deshalb ist jede Maulerei über unsere aktuellen Verhältnisse unangebracht.

Denn die Menschen machen ihre Verhältnisse nicht aus freien Stücken – aber sie machen sie selbst. Würden Millionen mitmachen und für anständige Lebensbedingungen auf die Demos gehen, dann wären wir in Deutschland nicht da, wo wir jetzt sind.

Und deshalb habe ich für diese gesammelten Jammereien nichts übrig solange sie nicht in aktives Handeln münden.

Und da bin ich mal gespannt, ob ich das in meiner verbleibenden Lebenszeit noch erlebe…

 

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